Jahrgang 
1816
Seite
750
Einzelbild herunterladen

= 759== Nöächſhrift des Redacteyurs,

Auch dies Mittel, für deſſen Bekanutmachyng unſer Publifum dem Herrn Garteniaſpector Schmidt ſehr vielen Dank ſchuldig iſt, iſt eine neue Beſtäti- gung, daß die Entdeckungen, die der menſchliche Verſtand im Reiche der Natur machen kanu, greg- zenlos ſind. Es ſcheint mix alſo gewiß keine ver- wegene Behauptung zu ſeyn, die, wenn ich nicht irre, der ſeel. Salzmann irgendivo in ſeinen Schriften aufſiellte? daß es keine Krankheit des thieriſchen Körpers gäbe, gegen welche die Natur in ihren endloſen Schäßen nicht ein Heilmittel bes reitet hätte. Der Menſch würde alſo,=- zerſtöh- rende Zufälle von Auſſen abgerechnet,= fein Leben auf Jahrhunderte bringen können, wenn er nur mit den natürlichen Gegenmittely gegen die krankhaften Zufälle bekannt wäre. Wie groß iſt alſo das Verdienſt derjenigen Aerzte und Naxyrforſcher, die dies große Feld des menſchlichen Wiſſens: die Naturfunde, wo noch ſo viele terra incognita iſt, zu erweitern fuchen, Wie oft,= und vielleicht in den mehrſten Fällen!=- giebt nicht ein«bloßer Zufall die Veranlaſſung zu höcht wohlthätigen Entde>ungen, die vielleicht eben ſo oft von der menſchlichen Arroganz vernachläſſigt werden, weil der Gegenſiand ihrem Dünkel zu klei

4