em 751 550
und zu verächtlich ſcheint. Sollte dies auch bey dem hier empfohlnem Mittel der Fall ſeyn, das wäre warlich ſehr zu bedauren!
Daß in unſern Mooſen ,. oder eigentlich Flech- ten, viele Heilfräfte verborgen liegen, das hat uns ſchon längſte die Erfahrung an dem Jsländi- ſchen Mooſe, Lichen rangiferinus, beſtätigt, und eine ganz neue Entdeckung eines würdigen Arztes' giebt uns abermal den Beweis von dem hohen Wexthe mancher Natyrkörper,. die wir bisher un- beachtet mit Füßen getreten oder kaum eines Atg- blicks gewürdiget haben. Dies iſt die ganz gemeine Wandflechte, Liehen parietinus z Parmelia pa- rietina, die an allen veralteten hölzernen Geländern ihre gelbe Decke ausbreitet. Dieſe Flechte, erſeht die theure, ausländiſche Fieberrinde vollkommen. Sie wird eben ſo, wie.die Chinarinde in Pulvern, Aufguß, und Extract gebraucht.+ Sie iſt bisher mit großem Nußen bey intermittirenden und len- tescirenden Fiebern, im Typhus, gegen die ſchlei michte Schwindſucht, in Schleimflüſſen, in dex Bleichſucht, gegen Scropheln 2c, gebraucht worden. Wer ſich ausführlicher davon überzeugen will, der wird ſeine Wißbegierde in nachſtehendem Werke befriedigt finden:
die Wandſlechte, ein Arzeneymittel, welches
«die Peruvianiſche Rinde nicht nur entbehr-


