Jahrgang 
1816
Seite
722
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und zu weiden; denn mit dieſen beyden Kühen kann er zugleich ſeinen Acker beſtellen.

Daß dieſe Beſiellung ſehr gut von ſtatten geht, weiß ich aus der Erfahrung von einem Büdner den ich fenne, und der mir zugleich öfterer ver- ſichert hat, daß er bey der, ohnehin nicht zu läſtigen Arbeit, keinen Abgang an der Milch bey ſeinen Kühen verſpüret.

Zwey Kühe ſind ohnehin das wenigſte, was ich mir als Arbeitsvieh gedenfen kann, und darum ſind, nach meiner Ueberzeugung, die Büdnereyen am beſten ſo einzurichten, daß die Beſißer der Büdnerſiellen, nicht mehr und nicht weniger Acker haben, als zur Weide und zum Futter für 2 Kühe erforderlich iſt.

Wenn eint ſolcher Büdner ſeinen Acer ſelbſt beſtellt, ſo weiß er, daß er für ſich und die ſeinigen arbeitet; er weiß, daß der Ertrag mit ſei- ner Mühe und ſeinem Fleiße im Verhältniß ſieht, und eben die ſorgfältigere Beſiellung der kleinen Ländereyen, iſt es ja, die Landesherrlich beabſich- tiget wird.

Nun käme es nur darauf an, wie viel Acker dazu erforderlich iſt, um Futter und Weide für 2 Kühe zu haben. Von dem beſien Boden rechnet man gewöhnlich 6 Scheffel Ausſaat, die zur Weide für x Kyh erforderlich ſind; weil man aber den