Jahrgang 
1816
Seite
721
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Neue Annalen

der Mecklenburgiſchen

Landwirthſchafts-Geſellſchaft.

Sechs und vierzigſtes Stück Den I15ten November 1815,

EIER

Ueber die Einrichtung. der Büdnerſtellen in den Domainen,

(Beſc<luß.)

Aus dieſen Gründen iſt es nach meiner Ueber- zeugung nicht wohlgethan, wean man den Büdnern mehr Acker giebt, als ſie mit der Hand bearbeiten können, und wenn man ihnen doch nicht ſo viel giebt, daß ſie im Stande ſind, das nöthige Arbeits- vieh darauf zu halten. Wollte man ihnen nur blos einen Gärten einräumen, ſo würde man ihnen die Freyheit geben müſſen, ihre Kuh auf die Dorf» weide zu bringen. Dies iſt aber nicht nur wieder für die Dorfwirthe mit großen Nachtheilen verbun- den, ſondern dem Büdner. würde auch immer noch Heu und Stroh zur Winterfutterung fehlen.

Unter dieſen Umſtänden bleibt kein anderer Ausweg übrig als dem Büdner ſo viel Land einzu- räumen, als er bedarf, ym 2 Kühe auszufuttern

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