32 Kalk, 100,
Ohngeachtet nun diefer Boden dur< den auf- gebrachten Mergel 3 pEt. Thon mehr erhalten, ſo hat er dagegen auch über 3 pCt. Kalk mehr bekome- men; und da der Kalk das Land faſt eben ſo ſehr auflockert, wie der Sand, ſo iſt der Boden, hinſichte lich ſeiner unzuſammenhängenden Beſtandtheile, ganz in ſeinen alten Verhältniſſen geblieben. Es muß daher in wenigen Jahren der wenige Humus völlig zerſeßt ſeyn und das Land mußte ſo herunter Fommen, daß es viele. Jahre zur Weide liegen und reichlich thieriſher Dung mit Moor- Erde ver» miſcht aufgebracht werden muß, bevor es ſich eini? germaaßen wieder in etwas erholt.
Der angeführte Fall dieſer Ausmergelung iſt übrigens allerdings äußerſt intreſſant und belehrend für ſolche Wirthe, die ſich keine richtige Begriffe vom Mergel machen-und-dabey die thieriſche Dün» gung vernachläſſigen; mir aber iſt dex Erfolg keir nesweges auffallend. Der Boden von welchem- Herr S. hier erzählt, gehört zu dem ſchlechteſten und magerſien hier im Lande, ja, wie mir ander» weitig erzählt iſt, ſoll ſelbiger zum Theil aus leich-


