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daß ich 4 Tage Zeit gebraucht habe, um 22000 Karren Mergel mit 14 rüſtigen Tagelöhnern zu ſtreuen, und daß mir alſo dieſes Geſchäft a 8 ßl. pr. Maan 92 Rthl. koſtet.- Und wie viel beſſer hätte ich dieſe Zeit über dieſe 14 Menſchen gebrauchen fön, nen, wenn der Mergel ſich ſelbſt geſtreuet hätte?
Iſt es aber nicht ſonderbar, daß der Effect des Mergels vlel größer auf ſchlechtem Sande und Moorboden iſt, als auf dem Lehmboden? Auch die Entländer wenden dem Sandboden vorzugsweiſe Kalch zu. Wie wäre dieſes erflärlich, wenn der Mergel nicht ſelbſt neben der die Säuren zerſeßenden Krafc voller Humus ſtete. Unfere Nachkommen werden dieſes erörtern. Vor jeht nur noch eine Bemerkung in dieſer Hinſicht. Eine Mergelgrube, die durchaus aus gelben Lehinmergel beſtand, mit 20'bis 24 Procent Kalch, füllte ſich bei dem dies» jährigen Regenwetter mit Waſſer an. Ich verließ die Grube und arbeitete in andern, die das Waſſer verſchluckten, weil- hier unten Sandmergel ſtand, Nach 8 Wochen kam aber die Reihe wieder au jene Grube. Das Waſſer wurde abgeſchöpft, und nun fand ſich in der Grube ſo weit ſie mit Waſſer an- gefüllt geweſen war, ein blauer ſeifenartiger'Schlif-
ker, wie in den Gräben der Marſchländer. Woher'
ſollte dieſe blaue Farhe kommen/ wenn es nicht der durch das Waſſer aufgelöſete animaliſche Nückſiand


