Jahrgang 
1816
Seite
553
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Ich. habe Hanf nach Hanf, weil man den Glau- ben hat, daß er ſeinen eigenen Boden ſo ſehr liebe, und im 2ten und 3ken Jahre beſſer als im erſien auf derſelben Stelle gerathe. Jh getraue mir aber zu behaupten, daß dieſer Glaube wo nicht irrig, doch ſehr übertrieben iſt. So weit das Stück Land ge- mergelt iſt, läßt ſich der Hanf nicht tadeln. Wo aber kein. Mergel hinzugekommen iſt, giedt er einen tüchtigen Rückſchlag.

Vom Mergel kann man nie genug ſagen /.uttd nie genug rühmen. Die größte Lobrede auf den Mergel bleibt immer weit zurück gegen die Wunder, die er leiſtet, und die er auf ewig leiſtet, wenn man nie einen Fehler in der Fruchtfolge und im Nach- helfen mit animaliſchen und vegetabiliſchen Dünger begehet. Es kömmt alſo nur darauf an, daß wir die Manipulationen beim Ausgraben, Abfahren und Streuen vereinfachen; und minder koſiſpielig ma- <en, und in dieſer Hinſicht darf ich Ihnen jetzt melden, daß meine Bemühungen nicht vergeblich ſind, ſondern daß ich es dahin bringen werde, eher vier Kärren Mergel pr. Duadrat- Ruthe herauszu, ſchaffen und zu ſtreuen, als 8. Fuder Miſt pr. 120 Quadrat- Ruthen. I< erwarte nämlich täglich die eiſernen Walzen zu der neuen Karre, die ganz von ſelbſt ſtreuet, und dann iſt die Mergelwirth- ſchaft dem Triumphe nahe, Ich darf nur bemerken,