Jahrgang 
1816
Seite
550
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ärgſten, wenn die Fohlen 3 Jahr alt find. Das Knebeln der Vorderfüße hilft in dieſem Alter gar nichts. Hängt man ihnen einen Knüppel an, ſo ſchlagen ſie ſich damit Bäulen an die Knie. Das beſte iſt, man befeſtigt ihnen an der Vorder- Kothe näch der' bei Roſioc> üblichen Methode ein Stück Holz, welches genau die Geſialt eines Stiefelfnechts ohne Beine hat. Dies Holz, welches nach vorn ſteht, iſt hinten im Kothgekenke durch einen daum- dicken Queerpflock befeſtigt, welcher wieder durch einen kleinen hölzernen Nagel gegen das Heraus- ſchieben geſichert iſt. Hilft dieſes nicht, ſo iſt kein anderer Rath, als daß nian die Fohlen Abends in den Stall nimmt, und daß ſie auch von Mittag ITUhr bis Nachmittags 3 Uhr im Stalle hungern. Eine beſſere Erfindung giebt es nicht als dieſe, denn der Schaden, den die Fohlen im aten Jahre ihres Alters anrichten/ iſt enorm, zu geſchweigen, daß ſie gar verunglücken können. Bei der leßt angegebenen Methode läßt ihnen die Stillung des Hungers feine Zeit zum Muthwillen übrig.

Wie die Aerndte ausfallen wird ,/ läßt ſich ſchon ziemlich genau vorherſagen. Nach einem äußerſt ungünſtigen Winter, der beſtändig mit Froſt und Thauwetter abwechſelte, war die Frühjahr- und Sommer-Witterung ſo günſtig, daß man hätte gläu- ben ſollen, die wiſſenloſe Natur habe angefangen,