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die Ländwirthſchäft zu ſtudieren. Rokken, Weizenund Erbfen fiehen; ſo viel die Erde tragen kann. Die Gerſte hatte eine ungünſtige-Saakzeit/ undes hatihr, wie dem Häfer zu viel Feregüet/ indeſſen wird der Rückſchlag an Körnerzahl doch nicht ſehr merklich feyn Aber 14 Tage Wwird- die Erndte ſpäter ein- treten; als im ſonſtigen Jahre, mithin wird wohl vücht"vor' dem 10-Auguſt'ängehauen werden. Das iſt allemal die" Folge einer regnigten Wirkerung.
Der Rokken befäim' in der Blütezeit zu viel Re- gen, und konnte daher. den Befrüchkungs- Proceß nicht“ vollſtändig vornehmen. Deshalb findet man faſt in jedey Aehre Fehlſtellen ,- wo Körner fehlen- ES wird darauf ankommen, ob dieſes bei dem ſonſt herrlichen'Stande deſſelben einen merklichen Rüc>k- ſehlag beim Ausdruſch' veranlaſſen wird. Mutter: Korn giebt es ſehr viel).* Ich will Ihnen melden, was ich dabei beobachtet habe. Man ſagt,„vieler Regen giebt vieles Mutterkorn im Rokken“= und hat"darin völlig Rec<hk, aber man ſagt nicht, wie die Sache zugehet?"Sie verhält ſich' ſo: der viele Waſſerſtoff überſättigt den Boden, und die Pflan-
*) Das Mutterkorn verurſachte vor etwa“29 Jahren im Hanndveriſchen eine Krankheit, die die Aerzte die Kribbet-Krankheit nannten, an welcher viele Men- ſchen ſtätben,. YA. d. V.


