= 548== hinten am Halſe, jedoch ſo, daß ſie ſelbſt es nicht mit dem Schnabel erreichen konnte, zwei Erbſen groß Bank'ſche Schafſalbe einreiben*),. worauf die böſen Gäſie ſich größtentheils verlohren. Da ich aber fortwährend einen Mangel an Gedeihen an den Thieren bemerkte, der aus unterdrückter Aus- dunſtung herzurühren ſchien, ſo ließ ich von Mehl und grauem Schwefel kleine Nudeln verfertigen und ließ ſie zugleich täglich einmal mit Gerſte füttern, worauf die Sterblichfeit ziemlich aufgehört hat, Jetzt iſt es mir erklärlich, weshalb manche Land- wirthe dieſen Zweig des Haushalts gar nicht culti-
viren, ſondern Behuf der Production der Federn, eine Partie alter Gänſe halten, die ſie dann 3=4, mal den Sommer über rupfen laſſen, Die alten- Gänſe ſind nemlich von jenen Zufällen auch in dies.
ſem Jahre bei mir frei geblieben.
Indem. ich dieſes ſchreibe, zeigt ſich wieder eine andere Krankheit an den Gänſen. Sie ſchieben die großen Spuhlen, und an den Stellen, wo dieſe ſich bilden, bluten die Flügel ſehr. Ich laſſe ihnen die Flügel unten und oben. an den blutigen Stellen mit Mohnöl beſtreichen; und finde, daß dieſes alle
*) Die Bank'ſhe Scafſalbe beſtehet aus Queſilber, welches in Schweineſchmalz und dien Terpentin zu einer blauen Salbe gerieben wird, A. d, V,


