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ün Norden ſiehen. Der Roggen hob ſich nach auf- gehörtem Regen zuſehends. Die Kälte nahm aber alsdann wieder ſehr empfindlich zu, ſelbſt die Nacht- fröſie ſiellten ſich wiider ein. Beſonders kalt war die Nacht vom x2ten auf den 13ten May, daher auch Laub und Gras bis dahin faſt zurück blieben.
Am z6ten May trat gelinde Witterung mit Re- gen ein, worauf alle Gewächſe ſich ſehr erholten,-- Has Vieh ward am 21ſten May zuerſt auf die Weide gejagt. Am 18ten May ward Sommerweißen und Rapps geſäet, am 19ten Hanf.
Die bequeme Witterung continuirte nun, abe wechſelnd mit Regen, ſo daß ſich bey allen Gewäch- ſen ſiarke Fruchtbarkeit äußerte. Der Hafer, wels c<er während der kalten Oſiwitide geſäet war, lag bis drey Wochen lang in der Erde und kam nur erſt mit dem ſpäter geſäeten, nach eingetretenem warmen Regen, zum Vorſchein. Am 25ſien May war die Saat vollbracht.
Die Witterung war nun hell und tro>en, doch dauerten die Nordoſt- und Nordweſtwinde fork, wo- bey es des Nachts gewöhnlich zu reifen pflegte, ſo daß der Wachsthum des Korns und andrer Gewächſe dadurch ſehr zurück gehalten wurde. Die erſieit Roggen- Rehren hatten ſich zwar ſchon nach jenen fruchtbaren Regen vom 16ten May am 18ten May gezeigt- die anhaltende Kälte verhinderte aber das


