Jahrgang 
1816
Seite
519
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guter Witterung hat die gewöhnliche Methode den Vorzug, daß man in kürzerer Zeit und mit wenigen Koſten ſehr gutes und kräftiges Heu erhält. Wenn man bey gutem Wetter das Heu 2= 3 Tage ruhig liegen läßt, nachher fehrt und bey anhaltend guter Witterung alsdann bis zum andern Tage liegen läßt, es ſodann in Reihen harft, dieſe Reihen wieder durchkehrt, ſo kaun man es deſſelben Tages immittelmäßige Haufen ſeßen, dieſe Haufen noch- mals"gröblich aus einander werfen und nachher dasHeu ohne Sorgen, daß es verderben wird, ein- fahren. Man wird ein recht gutes, grünes und wohlriechendes Heu erhalten, weiches man; um mit Hrn: D? zu reden, ſehen, riechen und fühlen fann;Bey mislicher Witterung muß man das Heu,;nwenn es nur irgend etwas ausgetrocknet iſt, in fleine Haufen zu bringen ſuchen/ worin es nicht leicht verdirbt; wenn aber, wie es wol bisweilten der Fall iſt; die regenhafte Witterung 3 bis 4 Wo- ehen anhält, dann bleicht das Hey in der Art aus, daß es demjenigen ähnlich wird, welches'Hr. D. beſchreibt und als hier gewöhnlich angiebt. Der hiefige. Landwirth iſt beineswegs ſo dumm und gleichgültig- daß er nicht den Werth eines guten und kraftvollen Heues einſehen ſdlite, und er be- möühet ſich nach Kräften ein ſolches gates Heu zu erhalten, ſobald die Heuwerburg nur nicht ſo ſiark