Jahrgang 
1816
Seite
518
Einzelbild herunterladen

3,10. Kapätel. 2.

Darſtellung beſſerer Methoden, die Korn- und Heuernte zu beſchaffen.

Gegen die Methode des Herrn Verfaſſers das Korn in der Ernte zu behandeln finde ich weiter nichts zu erinnern, als daß das lange, Liegen der Gerſte auf Schwaden ſehr nachtheilig werden kann, weil ſie dann bey trockner und heißer Witterung ſehr leicht bricht, und in Stroh- Seilen, gebunden werden muß, welches nicht nöthig iſt, wenn ſie etiva 2 dis 3 Tage auf Schwaden liegt. Die Gerſie muß man nie todtreif werden laſſen, wovon. ich den Grund bereits angeführet habe, allein ſie troc>- net auch nach meiner Erfahrung in Hocken ſehr gut; wenn man nur mit dem Einfahren nicht zu eilfer- tig iſt, Den Hafer ſehen, wir uns oft: gensthiget in der Gelbreife abzumähen, theils, weil er ſich alsdann leichter mähen läßt, theils aber auch, und vorzüglich deswegen, weil das Stroh alsdann weit nahrhafter für das Rindvieh wird, welches bey weniger Heuwerbung von großer. Wichtigkeit iſt.

Die Heuwerbang des Hrn. D. iſt ein wenig.zu ängſilich und Zeit wegnehmend, und bey großer Heunwerbung und wenigen Leuten nicht gut an- wendlich, Bey anhaltender Näſſe verdirbt das Heu auch nach des Hrn. D. Methode, und bey