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wiſſeu ihre Leute ebenfalls zwemäßig zu verthei- len, wenn ſie ſich ſonſti einander im Wege ſiehen würden, und auf ſolchen Güchern wohnen gemei- niglich viele Handwerker, welche ebenfalls Ernte- dienſie leiſten müſſen, und wodurch in der Ernte viele Leute aufgebracht werden können. Warum ſollten die Erntegeſchäfte auf großen Güthern nicht zweckmäßig verrichtet werden können? warum muß auf großen Güthern. viel Korn verderben? kann dieſes bey ſchlechter Witterung nicht eben ſo gut auf kleinern Feldern der Fall ſeyn? Wird denn in Mecklenburg auf kleinen Ackerflächen ſiets beſſer gewirthſchaftet als auf großen? Der hieſige Bauer auf den Domanialdörfern hat nicht zu vielen Acker, er hat völligen und überflüßigen Beſaß an Menſchen und Vieh, er bezahlt eine oft nur allzugeringe Pacht, aber wie wirthſchaftet der Bauer größtentheils? warum iſt er bey dieſer ſo mäßigen Pachtzahlung im Ganzen nicht ſehr wohlhabend, obgleich er min» deſiens die halbe Pacht aus dem Vieh und dem einträglichen Obſtgarten löſet? Der Bauer hat wenig Sinn für Verbeſſerungen, er und ſeine Fa- milie lieben ſchon ſehr die Bequemlichkeit, und anſtatt mit dieſer ſeiner Familie ſeine Ackerarbeiten zu deſtelten, hält er ſich lieber fremde'Dienſiboten; denen er Lohn und Brod geben muß. Allenfalls iſt. der Sohn des Bauern ſein Pferdeknecht, allein dieſer junge Mann will nicht mit ſchlechten und mageren Pferden fahren, er hindert alſo oft den Bater an den Verkauf eines Pferdes, wofür der- ſelbe ein ſchönes Stück Geld einnehmen fönntey weil es Parade vor dem Wagen macht, er futtert dem Vater das Korn aus den Scheunen, um die Ehre zu haben, daß ſeine Pferde die fettſten und muthigſien im Dorfe ſind. Die Kinder des Bauern machen Staat, die Töchter des Bauern gehen in bloßen Haaren mit blanken Kämmen und wollen


