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ſich zum öftern zu ſeinem größten Leidweſen in die Zeit ſchicken; er muß es oft ſo gut machen, wie er fann, ſo gerne er es auch beſſer gemacht hätte. Der Meckleyburgſche- Landmann gerne die Belehrungen des Heryn Dreves mit Dank'an, allein es muß ihm ſehr unangenehm ſeyn,- wenn derſelbe ihn fo ſehr verkleinert und ihm faſt alle Vernunft abſpricht, denn auch der Landmann be- ſit Ehrgefühl.! I< wage es zu behaupten; daß kein einziger Landwirth, es“ fey denn daß“er eine ſeine Kräfte überſteigende Heuwerbung"hätte, welches hier nur ſelten der Fall iſt, eine des zwey- maligen Mähens werthe Wieſe yur einmal mähet, ünd zwar aus dem nichtigen Grunde, daß es ihm zu viel Tagelohn tie, weil er wohl weiß daß ihm ſein Vieh auch eine Einnahme gewähret. Zeit kann es ihm nur-dann zu viel wegnehmen, wenn ſeine Heuwerbung eta“ zu ſtark wäre." Der Herr.Ver- faſſer ſcheint gar, ohne allen Grund, behaupten zu Wollen, daß in der Negel die Wieſen nur einmäl gemähet werden. So habe ich noch nie einen ächten Landwirth ſprechen hören wie den, welchen Hr. D. redend einführet, und ich bin doch auch ſchon mit manchem umgegangen. Wer läßt wol vollends ſein Heu bey guter Witterung verfäaulen? Wenn es, welches bisweilen der Fall iſt, in der Heuernte“ 4"'Wochen regnet, was kann der Land-


