-= 485= wirth dafür, wie foll er das abändein? Gewiß hat keimwer meiner geehrten Leſer jemals ohne Noth fein Heu verderben laſſen. Das Seßen des Heues in kleine Haufen ſchüßt nicht allemal vor dem Vers derben, und es verdirbt auch, wie ich ſchon obet bemerkt habe, nicht ſo leicht bey einem anhaltende Regen, äls bey einer abwechſelnden Witterung, wenn es' denn oft gehandhabt wird; auch der Thau wird ſo ſehr ſchädlich micht auf das Gras wirken; wie Hr, D. glaubt. Die Schädlichkeit eines dum- pfigen Heues wird gar nicht bezweifelt, allein man wird ſich auch möglichſt hüten; das Heu nicht naß bder zu friſch einzufahren,
Veber Vorurtheile und unrichtige Begriffe ſeufzte ſchon Sirach: vör 3005 Jahren, und auch noch lange nach uns wird darüber geflagt werden. Allein die Welt iſt unvollfommen, und wenn es keine Vorurtheile gäbe ſo wären auch feine zu be- ſeitigen; hätten wir feine Fehler, ſo' wären wir vollfommen. Auch itt andern Ländern herrſchen Vorurtheile und unrichtige Begriffe in der Land- wirthſchaft ſo wie in'andern' Dingen, wo ſie noc< ſchädlicher werden können,
Zu' g)' Ueber den Brand im Weißen, Ueber den Brand im Weißen' iſt viel'geſchrieben wvobden",/ allein noch? ſind' wir' nicht darüber einig"


