läßt. fich aber in; großen„Wirthſchaften nicht alles fo zwingen, wie;man. es-gerne möchte. 15 Niemand als ſolcher, der, es für. überflüſſig hält bisweilen ſelbſt auf, die Fütterung ſeines Viehes zu ſehen, und es im, Freſſen zu beobachten, wird behaupten, daß Rockenſiroh zur Viehfutterung beſſer ſey als Weißen» ſtroh, denn, vom, Rocenſiroh genießt das Viehy auch. die. Schaafe nicht ausgenommen, 1 blos die Aehren,, vom Weißenſiroh, aber auch den Halm, Die zweyzeilige Gerſte wird darum der vierzeiligen auf gutem Gerſilande vorgezogen, weil ſie beſſere Körner und längeres Stroh giebt. Was ich hier ſage iſt ja nichts. Neues es weiß vielmehr jeglicher Bauer; ein Beweis, daß der hieſige Landwirth doch einige vernünftige, Grundſäße hat, welche er für allgemein anwendlich. hält, und alſo„nicht“ ſiets aufs Gerathewohl- hinlebt./ Aber dex. Menſch iſt dem Irthum unterworfen, wovon ſelbſt auch Hr. D. nicht ausgenommen ſeyn wird. Jrren iſt menſch- lich, wer aber im Irthum vorſätzlich beharret, der verdient den Nahmen eines Menſchen nicht.
Auch bey der„Heuwerbung kann mau den hie- ſigen Landwirth. keiner unverzeihlichen Gleichgül- tigfeit und Gedantenloſigfeit beſchuldigen, man weiß gar wohl wie wichtig ein gutes und unverdor- benes. Heu iſt; allein unſer veränderliches Clima kann der Landmaun nicht verbeſſern: und. er muß
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