Jahrgang 
1815
Seite
400
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nach Beobachtungen die bis jeßt; Mitte Januars 1816, ſtatt fanden, es im ſüdlichen Teutſchland kälter war, als im nördlichen, ja ſelbſt in Seeland. Ferner ſagt Herx Beer: Die vorgeſchlagene Abwechſelung und Vermiſchung finde ich in ökonomiſcher Rücſicht nicht vortheilhaft. Ueber die Zweckmäßigkeit dieſer Miſchung habe ich mich S,. 441. 45. a. 9. O. ausgelaſſen und mag das dort. Geſagte hier nicht wiederholen.= I< habe über Verſchönerung der Wege geſprochen, und wenn es unläugbar iſt, daß in den mehrſien Fällen Man- nisfaltigkeit ſchöner und angenehmer iſt, als Ein- förmigkeit, ſo ziehe ich auch allerdings eine ge- miſchte. Fruchtallee, einer Allee von einerley Art Obſibäumen vor, Mich dünkt, wenn an den Straßen Annehm- lichfeit mit Nußen-verbunden iſt, dann genügt dies wohl den mehrſten Meuſchen, ohne daß fie erſt eine genaue öfonomiſche Berechnung anſtellen. Wer aber dennoch zugleich den höchſien uud billigſten Er- trag Schönheiten. und einem kleinen. Opfer an Aufſicht vorzieht,-der mag den Rath des Herrn Becker befolgen. Und gewiß wird jeder eine Allee von. einerley Obſt ſchöner finden, als gar keine. Will man zur Bepflanzung der Wege aber keine Obſibäume wählen, ſo blei- be man bey den Weiden, da von die- ſen auch ein jährlicher ökonomiſcher Rußen zu ziehen iſt.

Dies die Anſicht des Herrn Becker,

Wem Einförmigkeit lieber iſt, als Abwechſelung, der befolge dieſen Rath. Ob es aber dennoch nicht öffentlichem Tadel ausgeſeßt wird, um ſo mehr, da Landſtraßen nicht dem Beſißer, durch deſſen Gut ſie führen, allein, fondern jedem Reiſenden angehören, mag ich nicht verbürgen.

r Weiden liefern auch einen jährlichen Nußen," ſagt Herr Becker. Thut denn dies nicht auch die