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Fähren, und nahmentlichim Detkmoldſchen, die Beobachtung gemacht, daß im Thal die Wallinuß- und Pfirfich-Bäume alle erfroren, hingegen alle auf der Höhe geſund blieben. Alſo nicht der geſchüßte Stand, wie Herr Forſt- Inſpector Be>k ex meint, ſchüßet ihn vor dem Erfrieren, ſondern der freie, offene und wo möglich hohe Stand. Meine Beobach- fungen und Erfahrungen beſchränken ſich nicht bloß auf Me Flenburg, und- wenn ich demnach den Wallnußbaum zur Bepflanzung der Landſtraßen vor- ſchlage, ſo weiß ich, daß er, gehörig placirt/ ſich däzu eignet.
Es giebt freylich Winter wie z. B. von 2288, wo ein großer Theil von Wallnußbäumen erfror. Soll uns äber ein ſolcher Winter, der vielleicht in 30 bis 40 Jahren nicht wieder kommt, abhalten; von Neuem Wällnußbäume zu pflanzen? oder ſollen wir in der Folge die Früchte von Nachbarn kaufen, die ſich nicht ſo leicht, wie wir, abſchre>en ließen? Ich glaube, wir thun beydes nicht. Ueberlebten jenen falten Winter noch einige Wällnunßbäume, Grund genög uns zu überzeugen, daß ſie, wenn iman ſie gehörig erzieht, ihnen den gehörigen Boden und Stand giebt, nicht ſo empfindlich ſind /' wie Hepr Be>er glaubt. Ich denke alſo ,'es"iſt beſſer, den Nachbarn nicht unnüß Geld für ſol<e Sachen zu geben, dieman meiſtens ſo gut-wie ſie ziehen kann,
Es iſt allerdings wahr ,/ daß die Wallnußbäume häufig im Frühjahr durch ſpäte'Nachrfröſte leiden, indem ihre angeſchwollenen'Knospen und zarten Triebe leicht erfrieren und die ganze dasmalige Höffnung zur Erndte vernichtet wird. Dies geſchieht aber, aus ſehr begreiflichen Urfachen, wicht fo keichr an frey liegenden Straßen und'auf Höhen, als in Niederungen und beſchüßten Lagen.
Und endlich wäre es vielleicht zu berückſichtigen, daß wir jekt'gerade mehr als je Urſache haben„die Anpflanzung der'Wallnußbätmmne zu befördern, da


