Jahrgang 
1815
Seite
398
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mern nach Italien gebracht wurden.Gegen Ende des: 3 7ten Jahrhunderts brachten. würtembergiſche Landeskinder ,/-welche-als venetianiſche, Soldaten in Morea waren,'Zwetſchen-Kerne von dort mit und pflanzten ſie im Würtembergiſchen an, von wo. ſie ſich verbreitet haben und ſo allgemeitz gewor» den ſind als gehörten ſie hier zu Hauſe.

ObigerBehauptung des großenPomologen Chriſt.

widerſpricht zwar Herr von Schonneberg, in ſeiner Anleitung zur Vermehrung und Pflege der Obſibäume, indem er behauptet/ daß Theophraſtus feine Pfirſichen, Abricoſen und Pflaumen gekannt habe. Dem aber ſey nun, wie ihm wolle, ſo iſt es doch gewiß- daß die Zwet- ſchen in einem wärmern Klima, als Teutſchland haty zu Hauſe ſind, und doch gedeihen ſie:noch trefflich in Weſtpreußen, an dev Weichſel, ja noch ſeldſt im ſüdlichen Curlamd,

Auch der Wallnußbaum verträgt unſern Winter recht gut, beſonders wenn er x) nicht in einer ſeh? beſchüßten und warmen Lage aus dem Kern gezogen wird, 2) wenn er in einem mehr trocknen als naſſen Boden, beſonders aber auf freien Pläßen und Höhen gepflegt wird. Man fand früher eine doppelte Allee des Wallnußbams von Frankfurt amMaynu bis Darmſtadt; auch ſtanden an der Bergſtraße zwiſchen Frankfurth und Heidelberg große Bäume. Dieſe Gegenden liegen zwar etwas ſüdlicher wie die unſrigen, allein wer will behaupten, daß dies ihre äußerſte Sränze ſeh, wo ſie noch ausdau- ren?= An und auf den Bergen bey Jena ſiehen große Wallnußbäume; ja noch mehr, es ſtehen deren an der Eibe im Neuhauſiſchen,/ in Picher hier in Ludwigsluſt, in: Schwerin in. einigen Dör- fern Wittenburger- Amts, namentlich in Per- lin von ausgezeichneter Größe und an mehreren anderen Orten, aber immer da am beſien, wo ſie hoch und wocken anden. Man hat, ſchon vor 27