Jahrgang 
1815
Seite
397
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SEUGEE ,. SEIERE

ger halten, auch theurer bezahlt/ als geſchütteltes Obſt. Oft wurden bey guten Sorten die Koſten des Pflücklohns- mehr, als ums doppelte erſeßt. Der Mangel an Leuten, um die Kirſchen zu pflücken, darf wohl nicht in Anregung kommen, denn theils werden die Kirſchen om zweckmäßigſien durch Kinder gepflückt, welche das Kirſchenpflücken gewiß eben ſo gerne verrichten, als das Spielen auf den Straßen, wo ihnen nicht viele Kirſchen geboten werden möch- ten. Wo endlich dieſe Hände nichte mehr zum Pflüf- ken hinreichten, da würde man, wenn man nur erſt neue Indüſtrie- Zweige herbeygeſchaft hätte, ſelbſt auswärtige Pächter finden, oder auch für Geld wür den auswärtige Arbeiter den etwanigen Mängel eigener Leute erſeßen. Herr Becker ſagt ferner?

Der Wallnußbaum ſey für unſer Kli-

ma zu weichlich und erfriere leicht,

weil er aus Perſien ſtamme. Ob aus dem nördlichen, gebirgigten, oder aus dem? ſüdlichen Perſien? Hiervon ſchreiben die Naturfor- ſcher und Geſchichtsſchreiber meines Wiſſens auch nichts, wohl aber ſoll er auch in anderen Provinzen des nördlichen Aſiens einheimiſch ſeyn. Ich beſiße in der hieſigen Plantage Bäume und Sträucher aus Neuholland, Griechenland, Morea, von dem Archipelagus, aus China, Perſieny, Spanien, Taurien, Neuſchottland, und alle widerſtehen der hieſigen Kälte ſehr gut. Es kommt nur häufig darauf an, ob die Pflanzen auf Bergen, am Meere-oder in einer offnen fachen Ge- gend wild wachſen. Im erſtern Fall laſſen ſich be- kanntlich auch Pflanzen aus wärmern Gegenden an unſer Klima Fewbhtian und nehmen damit vorlieb. So 3. B. die Pflaumen- und Zwetſchen- Arten, die nach Theophraſtus in den fruchtbaren Ebenen Syriens und bey Damaskus wuchſen, von wo ſie nach Griechenland und ſpäter von den R6-