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Gärten auf niedrigen Bruchgrund haben und'ſehr im Schuß liegen; findet man noh die Art davon. Auch"Wallnußbäume,; welche in meiner Jugend in keinem Garten eines Hauswirths fehlten, wovon man bey den Höfen„mehrere Alleen fandy ſind jetzt ſo ſelten, daß man in einem ganzen: Dorfe oft gar keine, ſelten mehr:wie ein. oder zwey antrift.
So auch wollen. die Weiden bey aller Mühe und Sorgfalt, mit welcher ihre Anpflanzung betrieben wird, nicht mehr ſo fortwachſen, wie in deu erſten Jahren, da ich meine Wirthſchaft anfing, und dieſe Klagen höre ich von mehreren alten Wirthen.
An allem dieſen'muß die Witterung ſchuld ſeyn. Es muß alſo eine Urſache vorhanden ſey, warum ſie fich ſo ſehr verändert hat. Welche?= dies iſt ein von Naturforſchern aufzulöſendes Problem. Tacitus ſpricht von den'großen Wäldern Ger- maniens und der rauhen Witterung daſelbſt; die Naturforſcher haben es bewieſen, daß die Räumung der Wälder das Klima verbeſſert: und ganz verän» dert. Dieſe Veränderung ward“ uns: zu Theil. Sind aber nun etwa-die Walder ſo ſehr aufgeräumt, daß wir im ſchmalem! Striche am großen Weltmeere gränzend, nun;allet Schulz gegen die kalten Winde der Zord- und Oſiſee verloren haben? Sind dies die Urſachen, der noch oft ſo ſpät im'Jahre, wann alles: ſchon in uder“beſten Vegetation ſtehet, und
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