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durc< warme Südwinde hervor getrieben iſt, dann noch plößlich ſich einfiüdenden falten Winde und damit erſcheinenden Nachtfröſte, welche dann ſo viel Unheil anvichten ,/-und die frohe Ausſicht des Land- manns vermindern oder gar zerſtören? denn die Folgen ſind für ihn iminer ſehr traurig, und treffen ihn um ſo verderblicher, wenn er bey eingerichteter Parcelirung in den Dörfern oder angelegten'Kops- peln bey den Höfen, auf Anbau von Futterkräus tern ſeine Nec<hnung gemacht hat, und machen muß.
Noch im lekßten Frühjahre ſtand der Klee, nach der vorhergegangenen großen Wärme ſo dicht be- ſtaudet und ſo üppig, daß man nicht allein großen Ertrag davon erwarten konnte, ſondern es auch den Anſchein hatte,- bey irgend fortdauernder gedeih- licher Witterung, nicht allein zwey gute Schnitte, ſondern zur Seltenheit ſogar noch etwas vom drit- ten einärndten zu können. Plößlich aber ſtellten ſich kalte Winde und ſo heftige Nachtfröſte ein, daß die Kleeblätter verſengten, und ganz ſchwarz wur» den, die Spißen vom Hafer verfroren dermaaßen, daß derſelbe ſich gar nicht wieder erholte, und des- halb nun ſd ſchlecht lohnet. Trät hierauf Dürre ein, ſo ward unſre Ausſicht. noch trauriger, wir würden kaum einen Schtüitt vom Klee erhalten haben. Zum Glück war der Sommer naß, der uns zwar großen Schaden hernach in der Erndte


