und Kindern allein betrieben; er bedarf gar keiner fremden Hülfe, er hat vielmehr noch Zeit übrig. Die Schaafzucht gehet aber dabey für die Büd» ner verloren, und. dieſer Verluſt iſt nicht allein für ihr perſönliches Intereſſe, ſondern bey der großen Unzahl Büdner, auch für den Staat bedeutend; Was den perſönlichen Verluſt betrifft, ſo.müſſen ſie ihren Erſaß darin, ſuchen und finden, daß ſie ge- wöhnlich ein Handwerk erlernt haben, und hierin einen. guten und beſſern Nebenverdienſt finden, als wenn. ſie in einer kleinen Stadt; allein von ihrem Handwerk leben müßten, da ſie nunſchon vonihrem fleinen Ackerwerf den größten Theil ihres Unter» haltes ziehen. Denen aber, welche kein Handwerk treiben, bleibt noch Zeit genug übrig, ſich auf den benachbarten Höfen, zum Theil: auch: bey den Bauern, durch Tagelohn-etwas zu zuverdienen, wo ſolche: Arbeiter oft ſehr geſucht werden. Der Ver- luſt des Ganzen muß ſich dadurch etivas ausglei- c<en, daß die bisherigen Schaafe der Büdner nun nicht mehr die Schaafweide der Hauswirthe been- gen, leßtere alſo nun ſo viel mehr halten können, Eben deshalb iſt es auch nothwendig, bey jeder ver- änderten Eintheilung der Dorffeldmark die Rück- ficht auf das ſo lucrative Halten. der Schaafe für die Hauswirthe nicht außer Acht zu laſſen, ſondern dafür zu ſorgen; daß die Schäfereyen der Bauern
Jahrgang
1815
Seite
332
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