Jahrgang 
1815
Seite
309
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(Zu d.) Ueber die Beakerung des Bo.dens.

Folgender Grundſaß dürfte ſo ziemlich allge- meine Gültigkeit haben:. Wer ſeinen Acker recht tüchtig düngen kann, der bedarf. einer ſehr ſorgs fältigen Beackerung«nicht, denn er wird gleichwohl Korn genug bauen; wer aber ſeinen Acker nur kärglich düngen fann, der muß durch ſorgfältiges Ackern den Mangel an Dung möglichſt zu erſezen ſuchen.

Es kömmt ja auch ſehr auf die Beſchaffenheit des Bodens an, indem ein leichter Boden weniger Beackerung bedarf, weil er an ſich ſchon loſe genug iſt, und durch allzuvieles Durcharbeiten zu boll und locker werden würde, als. ein ſchwerer und zäher oder, wie man.zu ſagen pflegt, unlandiger Boden. So iſt es. auch mit dem Dreeſch. Ein Dreeſch welcher kaum benarbt iſt bedarf keiner 3 Furchen, und ein anderer möchte deren wohl 5 nicht ver- ſ<mähen. Einen mürben Dreeſch kann man ime merhin grob weg ackern, allein einen ſehr zähen, welcher ſich ohnehin mit dem Haken nicht rein weg oder ohne Balken hafen läßt, weil der Haken von den zähen Raſen oft heraysgehoben wird, welches auch der geübteſte Häfer nicht ganz vermeiden kann, einen ſolchen Dreeſch abſichtlich recht grob und mit Balken hafen zu wolſen, das will mir nicht ein-

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