Jahrgang 
1815
Seite
308
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alsdann wird man gewiß nicht lange anſiehen, die- ſelbe zu befolgen- welches zuverläſſig auch bey den Vorſchlägen des Herrn Dr. der Fall ſeyn wird. Einige unſerer Landwirthe haben ſich durch allzu- eifrige Befolgung neuer Methoden ruinirt, dadurch ſind andere vorſichtiger geworden. Dieſes verdient gelobt zu werden; wer aber hartnäckig am Alten flebt, wenn er auch das beſſere Neuere handgreiflich einſehen kann, der verdient den Nahmen eines ver- ſtändigen Menſchen nicht, ſo wie derjenige ein En- thuſiaſt iſt, welcher jedes Neue leidenſchaftlich und ohne Nachdenken ergreift. Durch Bede>ung mit Buſch, Raſen, Stroh u. dgl. kann der Acker alier- dings in ſo ferne mürber gemacht werden, als die Raſen- und Graswurzeln dadurch in demſelben ver- faulen, er wird alſo auch, wenn dieſes bewirkt wor- den iſt, dadurch zur Aufnahme der Pflanzen ge- ſchickter gemacht. Warum ſollte man das nicht glauben? Ueber die Anwendung des Miſtes auf der Braache habe ich ſchon oben meine Meinung geäußert, daher ich hier davon ſchweigen kann. Wer einen verſchieden gearteten Acker hat, derläßt auch noch heut zu Tage jegliche Miſiſorte allein, um jede mit Nußen anwenden zu können. Wer aber einerley Boden hat, der thut beſſer allen Dung unter einander zu mengen, um einen Dünger von ebenfalls gleicher Beſchaffenheit zu erlangen.