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ſtrohartige Maſſe,„die faſt gar. keine Spur von. Au- ſicht und Geruch als Heu hat, gewinnen. Dieſer Tadel iſt denn doch wirklich ſehr übertrieben,„wie man ſich gllenthalben. davon; Überzeugen. kann; Man ſchneide irgend eine Pflanze, eine Grasart oder dgl. ab, ſeße ſie ſogleich-in ein Gefäß mit Waſſer, und ſie wird nach einer alten Erfahrung einige Tage lang grün und friſch bleiben. Ebenſo mähe man im Regen Heugras, undman wird finden, daß es ſich, wenn der Regen auch eine Woche lang anhält, noch ganz friſch und gut erhalten hat. Selbſt ein r4tägiger Regen wird das Heu nicht ganz ver» derben, und eine abwechſelnde Witterung daſſelbe nicht ganz ausbleichen, falls man es nur nicht zu viel fehrt und wendet. Oſt. verbietet auch„der Mangel an Menſchen und eine ſehr ſiarfe Heu- werbung eine allzugroße Aengſtlichfeit in Gewin- nung des Heuesy welche auch in der That nicht nothwendig. iſt. Bisweilen befindet ſich auf einem Gute faſt gar kein anderes als mit rauhem Duwick vermengtes Wieſengras; je. beſſer ein. ſolches. Heu eingeworben iſt, deſto ſchlechter frißt es das Rind» vieh. Der Meclenburgſche Landwirth erkennet ſehr gut den großen Werth eines kräftigen Heues und ſirebt darnach, es gut einzuwerben, allein oft ändern Umſtände die Sache, und dieſe Umſtände zu beſeitigen ſteßet nicht allemal in der Macht der Menſchen,=


