Jahrgang 
1815
Seite
302
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Seite 63 ſagtder Herr Verfäſſer: Man habe in Mecklenburg käum ſv viel Obſt als man zur eige Hen Conſumtion, oder"vielmehr zur Rarität ge- brauche. Freylich hät ſich der Obſtgewinn hier ſehr vermindert, allein wir ſchiffen doch noch immer Obſt nach Rußländ, und auf unſern Herbſtmärkten bringt der Bäuer in guten Obſtjähren, welche frey- lich nicht immer einfallen, Backobſt die Menge zum Verkauf. I< kenne ſelbſt Bauern, welche in einem Jähre 40, ja 80 Scheffel Backpflaumen verkauft haben; das iſt doch wohl genug für einen einzigen Bauer! Unſere'Leute eſſen jeßt das Backobſt un- gerne, da ihnen dagegen die Kartoffeln nie über- drüſſig werden."Die Bereitung des Backobſies er- fordert viel Holz und Mühe und dennoch iſt es oft ſehr wohlfeil." Alfo auch jene Behauptung iſt übertrieben..

Seite 66 fagt der Herr Verfäſſer:' die Dung- vermehrung ſey ſeit 17780 her ein weſentlicher Gegen- ſtand unſerer denfenden Landwirthe, und dennoch würde man ſo wenige reelle Anſtalten zur wirklichen Dungvermehrung gewahr!=- Wer kein Geld hat; der kann nichts auf Verbeſſerung des Ackers wenden; ällein man durchreiſe' Mecklenburg, und man wird"es ſehen wie'ſehr der wohle habende Landwirth' bemühet iſt; feinen Äcker durch Auffahrung vol Mergel fruchtbar machen. I<