Jahrgang 
1815
Seite
279
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Eine"dritte Pärthey verwirft jene beyden An- ſichten völlig. Sie ſagt, die vegetabiliſche Natur iſt mit wenigern Abweichungen wie die animäliſche vrganiſirt. Beyde beſtehen durch den Genuß von Nahrung= durch einen beſtändigen Saftlauf= durch Transpiration, durch Licht= Luft und Wärme. Fehlt eines von allen dieſen der Pflanze wie dent Thier, ſo iſt der Krankheitszuſitand da. FInsbefondere iſt unterdrückte Ausdünſiung= alſo Erkältung, die Urſache des Brandes, des Mehl- und Honigthau's, und fo vieler andern Krankheiten der Pflanze,' wie ſie bey Menſchen die Urſache der Ner- venfrankheit und ſo mancher andern übeln Zufälle iſts»+Wenn auf eine anhaltende Dürre und Wärme plößlich Kälte, und anhaltender Regen folgt; dann iſtein krankhafter Zuſtand der Pflanze Faſt unver- meidlich,"Sind die Gefäße des Gewächſes durch die Wärme und Dürre verengt, ſo erfolgt durch das zu heftige Eindringen des Waſſerſiofſs ein Zer- plagen. der kleinern Gefäße an den feinern Sten- geln, und an den Blättern==. und wir haben dann ein Herausdringen des Pflanzenſafts, der ſich auf der Oberfläche verdickt= Zucerſtoff=- der ver- ſchiedene Farbe annimmt, je nachdem die Inſecten verſchieden ſind, die in ihm Nahrung ſuchen, und hiernach verſchiedene Namen erhält, Mehlthauy, Honigthau,; Mildthau, Wirkt die ſchnelle