39 Halnte, und eben ſo viel Aehren gezählt. Aber da man beym Dibblen blos mit der Handhacke in Reihen nachhilft, ſo iſt das Drillen weit vorzuzie- hen, weil dem kräftigen, mehrmaligen Behacken mit der Pferdehacke nichts gleichkömmt. GSclecht- ſiehender Klee erhält. mehrere Furchen, und wird durch Compoſt an den ſchlechteſten Stellen nachge- holfen. Iſt das Mißrathen deſſelbey zu bedeutend geweſen=- welches ſich ſelten zutragen ſoll, ſo nimmt man keinen Weißen, ſondern eine mit Com- poſt gedüngte Sommerfrucht, Ich habe auch breit- würfigen Weißen geſehen, der aber dem gedrilleten immer ſehr nachſtand, und ſich bey weitem mehr in Wirbeln gelagert hatte, als die gedrillete Frucht. Das iſt überhaupt in England ein großes Hinder- niß im Ackerbau, daß der Luftzug daſelbſt nicht ſcharf genug iſt; und daß die vielen, mit Erdwällen “„und Bäumen umgebenen Koppeln denſelben noch mehr hemmen, daß mithin jede Frucht, die ſiß durch ihre Schwere, oder durch den Regen zu Boden ſenkt, ſich nicht wieder aufrichten kann*) Iſt nun vollends dieſes Lagern der Frucht vor der Blüthe- zeit erfolgt; ſo iſt an keine rechte Befruchtung zu denken und man erhält dann Stroh ohne Frucht.
*) So hätten alſo unſre Landwirthe doH wohl ſo Unrecht nicht, wenn ſie die mit hohen Haſelbüſchen eingefrie- digten Getreidefelder nicht leiden mögen? A.d.N.


