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Sowohl zu Lantow als auch zu Kronscamp ward im vorigen Herbſte eine bedeutende Menge Rocken ausgeſäet, der ſeit dem Monat May 1814 auf den Kornböden gelegen hatte. Zu Lantow war der Rocken ohne den geringſten nachtheiligen Geruch erhalten, da dort ein ſchöner Kornboden in der zwoten Etage iſt, wo die Luft frey durch- ſtreichen kann. Zu Kronscamp ſind aber nur kleine dumpfige Kornböden, die jedem Zugange der friſchen Luft verſperrt findz; der Rocken ward mithin mulſtrig. Das Brod erhielt von dieſem unangenehmen Geruch einen widrigen bittern Geſchmack.
Zu Lantow wurden am r5ten September in den Außenſchlägen, die ſehr hoch liegen und wovon der Acker kaum 5 pCt. Lehm enthalten dürfte, 5 Drömt alten gut conſervirten Roggen geſäet. Der übriggebliebene Aer ward nach und nach mit den Schafen zugehürdet und mit Rocken, der im Sommer 1814 eingeerndtet war, beſäet. DObgleich der alte Roggen anfänglich, im Vergleich gegen den friſchen, nur ſpirrig auflief,= er ward gleich dem friſchen, etwa auf 75 Quadratruthen für den Roſtocker Scheffel geſäet= ſo zeigte er ſich doch nach überſtandenem Winter weit kräftiger und von mehr dunfelgrüner Farbe, als der zuleßt geſäete.


