Jahrgang 
1815
Seite
153
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w-- 1.53 emm der viele Regen gleichwohl nicht niedergeſchlagen, indeß der einigermaßen groß gewachſene und di> ſiehende Weißen von neuer Saat leider ſehr liegt.

Ich. glaube ſo ſehr an den Vorzug alter Saaty/ daß ich auch dieſen Herbſt meinen kleinen Vorrath ſäen würde, wenn er nicht zu unrein wäre... Jedoch würde ich= beſonders wenn der Herbſt trocken ſeyn ſollte= den Rocken ſo wie den Wei- ken tüchtig einfalfen und etwas quellen laſſen, Hoffentlich wurde das Auflaufen dadurch befördert, und. ich würde wenigſtens x0 pCt. an der Saat gewinnen,

Im Herbſie 1806 ſirandeten an hieſiger Küſte mehrere Danziger Schiffe mit weißen Weißen, welcher ganz von Seewaſſer durchnäßt und gequol- len war. I< kaufte davon und ſäete zum Verſuche 4 Scheffel.= Nie hätte ich an der Möglichkeit eines ſo reichlichen Ertrages geglaubt, da ich hier- von ſtark gemeſſen 7 Scheffel gedroſchen. Ich muß noch dabey bemerken: daß der Weißen augen- ſcheinlich ſchon mehrere Jahre auf den Speichern der Kaufleute herumgelegen haben muß, da viele Körner ſchon Wurmlöcher hatten.

Angenehm würde es mir ſeyn, wenn dieſe No» tizen einigen Werth für Sie haben könnten.

I. G. v, Müller.