-= 152=
gnfang8 May"gewann die alte Saat mit jedem Tage zuſehends den Vorzug vor der friſchen und behielt eine dunflere Farbe. Die Kälte und ungünſiige Witterung würkte weit weniger auf die alte Saat, welche nun ganz vorzüglich pranget. Aehren und Stroh ſind ausgezeichnet lang und viel verſprechend. Gleichwohl ſteht die alte Saat etwas dünner als die neue, obgleich ich ſorgfältig jene etwas dier als dieſe habe ſäen laſſen. Dennoch wünſchte ich nichts als altes Korn geſäet zu haben, indem das Reſultat ſich ſo auffallend zu Gunſten deſſelben auch in Hinſicht des Wei- Bens neiget.
Auf mehrere Erfahrungen im Kleinen geſtüßt, habe ich es auch gewagt, circa IT Drömt alten Weißen zu ſäen, welcher, da er nicht zur Saat be- ſtimmt war, ohne alle Sorgfalt rein auf meinem Speicher gelegen. Unter dieſen waren 3 Drömt, ſo zur Ausſaat 3813 beſiimmt, ſeit dem Herbſte auf dem Boden gelegen. Grade dieſe zeichnen ſich jekt ganz vorzüglich aus. I< muß uoch anmerken; daß ich dieſe 3 Drömt vom erſten Einſchnitt neuer Saat übrig behalten hatte,=- Das Stroh aller alten Saat ſcheint mir ſtärker zu ſeyn als das von der neuen, denn, obgleich der Weißen ſehr groß gewachſen und dick ſicht, hat ihn


