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Kägsdorff deu 15ten July 1815.
Durch Ihre im 53ſten Stücke der Schwerinſchen
Anzeigen publicirte Frage: den Erfolg der beſtellten
Saat mit altem Rocken betreffend, kann ich Ihnen nachſiehendes berichten:
Ad 1. Ich habe 7 Drömt alten Rocken ohne alle vorherige Zubereitung geſäet.
Ad 2. Derſelbe ward Ausgangs July gedroſchen und den r1ten Sept. geſaäet. Ich ließ ihn bis zur Ausſaat im Kaff auf den Speicher ſchütten.
Ad 3. Es war alſo eigene Saak.
Ad 4. Jn Anſehung des Verhältniſſes des Auf- laufens der alten Saät im Vergleich gegen die friſche:
2) die alte Saat lief bey der Dürre des vorigen Herbſtes ſo fümmerlich und ſparſam auf, daß ich einen großen Schaden befürchtete. Die wenige Pflanze lag platt auf der Erde, hod ſich gar nicht, hatte indeſſen eine ungleich dunk- lere Farbe als die friſche Saat, welche ohner- achtet der Dürre ſchön und prangead ſtand, auch früher auflief, ob ſie gleich 8 bis 14 Tage ſpäter geſäet war.
b) Anfangs des Frühjahrs glaubte ich die alte Saat wieder umackern zu müſſen, indeß die friſche Saat die herrlichſte Ausſicht gewährte.


