Jahrgang 
1815
Seite
150
Einzelbild herunterladen

=. 459 ema

Sömmerkora dürftig ausfallen werde und hatte den Sommer" vorher eine ſo reiche Erndte gehabt, daß zum völligen Ausdreſchen nicht zu gelangen war.= 1Daher befahl ich meinem Inſpector zu Leiſten? etwa ein Viertel des Rockens vom Som- mer 1813 int Stroh liegen zu laſſen." Die Erndte des Jahres 1814 gab wenigen und ſchlechten Rocken, mithin entſchloß ich mich, den vorjährigen zur Saat dreſchen und nur wenigen neuen Rocken ſäen zu laſſen.- Dies geſchah:

1) ohne Einfalfen, oder Einweichen 2. Nur ward darauf gehalten, das der Saatrocken bald von der Diele in die Erde kam.

2) Meine Saat hat alſo gar nicht auf dem Boden, fondern bis kurz vor dem Gebrauch, im Stroh ge» legen.

3) I< nahm durchans kein fremdes Saatfkorn zur Hülfe.

4) Die alte Saat lief eben ſobald und freudig auf, wie die friſche und zwiſchen beyden war im Herbſt und Frühling keim merklicher Unterſchied.

5) Ikt da das Getreide in Aehren ſteht, iſt die alte Saat geſchloſſener länger in Stroh und'Aeh- ven, als die friſche, und man kann im Schlage ganz deutlich ſehen, wo ſich beyde Saaten trennen.= Ich erwarte von der alten Saat ein Viertel mehry als. von der friſchen. Schwerin'd. 6bten July'x 815, v. Lehſten.