lenen' Stücken Holz, welche an beyden Seiten des Kopfes und ohngefähr in der Mitte deſſelben ſo an- gebracht ſind, daß ſie vorn auf der Naſe mittelſt einer kleinen Kette zuſammenhängen, mit einer ſiarken Linie, diexüber den Kopf gehet, feſtgehalten werden, und'an deren unterem Ende die Leitſchnur ſo angebracht iſt, daß ſich dieſe beyden Hölzer zu- ſammenziehen, wenn an der Leitſchnur gezogen wird. Das Pferd kann auf die Art zu jeder Zeit getränkt und gefüttert werden; ohne daß man nöthig hat; an ſeinem Kopfgeſchirr etwas zu verändern, weil es im Maule überall kein Gebiß hat. Man bedient ſich dieſer Hölzer auch beym Reiten, und ich habe nicht gefunden, daß der Reiter oder der Fuhrmann, und wenn es auch Knaben waren, nicht völlig Meiſter ihrer coloſſaliſchen Pferde geweſen wären. Dieſe Art des Kopf- und Zug- Geſchirrs bey Pfer- den fängt ſchon bey-Bvemen an, und erſireckt ſich durch die ganze Marſch über Bremerlehe) Dorum, Nordholz, Rißebüttel, Otte terndorf, und geht vielleicht auch von da bis Stade, welches leßtere ich jedoch nicht gewiß be- haupten kann. Will man einmal alles aufſuchen, was den Conſumtions- Tarif vermindert, ſoiſt dieſe Art Siehlengeſchirr ein kleiner Beytrag dazu, denn jeder Landmann kann es ſich ſehr leicht von ſeinen eigenen Produkten verfertigen. Es iſt daher vor- 2*
Jahrgang
1815
Seite
19
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