züglich fär den geringen Landmann in Thaälgegen- den ſehr zu empfehlen. In Berggegenden iſt es dagegen wegen des Mangels alles Aufhaltegeſchikrs völlig unanwendbar. ES iſt leider meiſtens nur zu wahr. daß der geringe Manny»=- der kleinere Landwirth,/.= am Ende des Jahrs/ wenn er ſeine Pflichten gegen den Staat; Gutshervrn, Prediger uf. w. geleiſtet: hat, oft nicht ſo viel übrig behält, daß er ſich: einen neuen Rock anſchaffen kann, und auf großen: Höfen nimmt. die'Ausgabe an. den Riemer, Rademacher, und Schmidt, ſo wie der Bedarf an Theer und Strängen einen ſo bedeuten- den Theil der Einnahme hinweg; daß nur eine Mißerndte, oder ein. Mißgeſchic> unter dem Vieh hinzuzukommen braucht, um den ganzen Ueberſchuß eines mühevollen Jahrs auf Null zu reduciren; und-uns dahin zu bringen; daß wir ſo gar zuſchießen müſſen. Wer mithin vernünftige Erſparungen im Gange der Wirthſchaft anzugeben weiß, die das reine Einkommen oder den Ueberſchuß vermehren, der macht ſich um den Stand der Land- wirthe verdient, obwohl ich überzeugt bin, daß die- ſer Gegenſtand ſtaats8wirchſchaftlich die Kritik nicht aushält, indem jede Verminderung des Kraftauf- wandes einen unmittelbaren; Nachtheil für det Staat und deſſen Gewerbsgang hat. So lange indeſſen nicht alle Zweige des agrariſchen Erwerbs
Jahrgang
1815
Seite
20
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