Jahrgang 
2 (1811)
Seite
224
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aus einet-lo>ern Thonmaſſexgebrännten Nadeburger

Eſſigkrügen gehet die Eſſiggährung weit beſſer und ge» ſchwinder von ſtatten, als in. den weit dichtern und feſtern Gefäßen, die bey Ho<hleipzig gefertigt werden. Bey jenen dienet. die Poroſität gleichſam zu einem Vehikel für eine Art von Mutter, in welchen ſich die Eſſiggährung

fortzupflänzen pflegt:, wenn ſie nur mit einem guten Eſſig getränft werden, da in dieſen überdies noch eine Eſſig» mutter zugeſelt werden muß, es ſey nun eine natürliche,

die von einem Eſſig ſelbſt gebildet worden, oder eine künſt» liche, die von geröſtetem Bohnen- oder Erbſenmehl, Brod, Sauerteig und dergl. mit ſcharfem Eſſig geſättigt, zuſams mengeſeßt iſt, wenn die Eſſtiggährung in ſolchen Gefäßen auf eine vortheilhafte Weiſe ihren Fortgang, haben folle Ein Umſtand, der nicht genau genug erwogen werden kann, und der für den Branntweinbrenner und Bier- und. Eſſigbrauer ſehr wichtig, und bey Aufbewahrung aller weinigen Flüſſigkeiten von bedeutenden Folgen iſt,*)

eine Art von Verſüßung eingehet, und ſo ein ätherarti- ges Weſen bildet, während im gleichen Maaße Weinſtein aus dem Wein niedergeſ<lagen wird.

Hermbſtädt,

*) Daß poröſe Geräthſchaften die ſaure Fermentation wein- gahrer Flüſſigkeiten. mehr begünſtigen als. nicht poroſex., iſt keinem Zweifel unterworfen, Der zurei<ende Grund davon ſcheint in der durch die Poroſität veranlaſſeten Einwirkung der atmosphäriſchen Luft gegründet zu feyn, deren Sauerſtoff zur Bildung der Eſſigſaure abſolut nothwendig iſtz eine Einwirkung, vie abex in dichten y nicht poröſen Geräthſchaften nict möglim ſeyn kann,

Hermbſtädt,