Jahrgang 
2 (1809)
Seite
466
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Der Syrup, den: man auf dieſem Wege aus" den Birnen gewinnt;-iſt ſich nicht immer' gleich, ſondern difs ferirt nach der Natur der Birnen bedeutend. Eben fo different iſt die Quantität deſſelben.welche man aus einer gegebenen Maſſe Birnen gewinnen kann.

Die Meße., Malveſirbirnen liefert meiſt ein Pfund Syrup, von den Bergamottenbirnen gewinnt man nur ein halb Pfund, Aus einer andern mir unbekannten Arb ſüßer ſaftreicher Birnen erhielt ich 3 Pfund.

Der Syrup beſikt einen füßen zuFerartigen Geſchmack, es iſt mir aber noch nicht gelungen, feſten körnigen Zucker daraus zu ſcheiden; er kann aber auch in dieſem liquiden Zuſtande die Stelle des Zuckers ſehr wohl vertreten. Ge- braucht man zur Entſäuerung des friſchen Saftes ſtatt der Kreide gebrannten Kalk, ſo nimmt der Syrup davon ges meiniglich eine dunklere Farbe und einen brenzlichen Ge- ſchmad an. Auch iſt der von ungeſchälten Birnen bereitete Syrup weniger angenehm als der von geſchälten.

Der Rückſtand, welcher näch dem Auspreſſen der Bir» nen übrig bleibt, gewähret noch zweyerley Vortheile; er kann auf Branntwein ſo wie auf Cſſig benußt werden.

Sch ſeßte den Rückſtand von zwey Scheffel Birnen in Fermentation, zog von der gegohrnen Maſſe den Läuter,