Jahrgang 
2 (1809)
Seite
465
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Der'erhaltene Saft wird hierauf mit der Hälfte ſeines Umfanges-von reinem Brunnenwaſſer verdünnet, und für jedes Quart des unverdünneten Saftes, werden zwey Loth fein geſchabte Kreide zugeſeßt, welche! dazu beſtimmt iſt, die dem Safte inhärirende Aepfelſäure zu entziehen. Mit dieſem Kreidezuſaße wird nun der Saft ein Paarmal auf» gewallet, hierauf aber durch Flanell gegoſſen, um ſolchen

von den ihn trübenden Theilen zu befreyen.

Der filtrirte, ſeiner Säure beraubte ,. und wieder er» kaltete Saft wird nun mit ſo viel Eiweiß, oder an deſſen Stelle mit friſchem Rindsblute zuſammengerührt, daß vom Erſtern das Weiße von zwey Eiern, vom Lektern . aber zwey gute Eßlöffel voll, für den Saft von jeder

Metze Birnen, in Anwendung geſeßt werden.

Mit dieſem Zuſaße wird nun der Saft abermals auf- geſotten, er kläret ſich nun vollfommen wie klarer Wein, und iſt alle ſeiner markigen Theile beraubt. Man gießt den ſo geklärten Saft nun zum zweytenmal durch Flanell, um ſolchen von..den daraus abgeſonderten Schaumtheilen

zu befreyen,

Der ſo geklärte Saft erſcheint jekt zuckerſüß. Er wird nun in einem reinen Keſſel bis zur Konſiſtenz..des

Syrups abgedünſtet, und zum Gebrauche aufbewahret.