Jahrgang 
1 (1809)
Seite
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durchaus die Gegenwart des Sauerſtoffgaſes„oder einer andern Subſtanz, die ihren Sauerſtoff leicht fahren läßt, nothwendig iſt. Wenn ich auch gern zugebe, daß zur völligen Entwickelung des Keims der Sauerſtoff-nothwen» dig iſt, ſo bin ich doch durch jenen Verſuch und durch einige andere Bemerkungen zweifelhaft geworden, ob das erſie Hervorgehen des Keims aus dem Mutterſc<ooße durch» aus Sauerſtoff, bedarf.* Es. muß nothwendig ein- Reiß Statt finden, der die ſchlafenden Kräfte des jungen Keims erweckt 3 daß aber dieſen Reiß. nur allein der Sauerſtoff hervorbringe, und daß er nicht auch durch andere Mate» rien hervorgebracht werden könne ,/ ſehe ich noch nicht für erwieſen an. Nothwendig iſt indeſſen der Sauerſtoff den Keimen der Saamen, indem er die Nahrungsſtoffe, mit welchem die Natur das junge ſc<wache Pflänzchen umhüllet, auf eine vörtheilhafte Art vorbereitet, da ſie ſonſt nicht von dem Keime aufgenommen werden können. Wenn daher durch irgend einen Reiß die Kraft des Keims in Thätigkeit geſeßt worden, wenn er anfängt ſich ſeiner Hülle zu entledigen, fo muß der Sauerſtoff die Mutter» milch durch ſeine<emiſche Einwirkung dem Pflänz<en genießbar machen, wenn daſſelbe bis ſo weit ſich entwik» kein ſoll, daß es ſeine Nahrung ſelbſt ſuchen kann.

In kohlenſaurem Gas, welches durch Schwefelſäure aus Kreide entyfickelt war, fingen nur ein Paar Säaamen»- körner an, das Blattende ihres Keims etwas hervorzu- treiben, die übrigen blieben.ungekeimt. Auch bey jenen hörte alle weitere Entwickelung auf; und der Keim kam nie gänzlich hervor.