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Das Waſſerſtoffgas, ſo wie ich es aus Eiſenfeilſpäe nen und verdünnter Schwefelſäure entwickelt hatte,*) hatte eine auffallende Wirkung auf den Kreſſenſaamen. Er erhielt eine. blaſſe Farbe, und überzog ſich endlich mit einem"zähen ſtinkenden Schleim. Ich konnte bey keinem Saameukorne ein Keimen beinierken., vielmehr fand ich, daß einige Keime, durc) die Einwirkung der Luft, gänz» lich ihre Keimkraft eingebüßt hatten.
Alle dieſe Verſuche ſtellte-ich im Dunkeln und im Lichte zu gleicher Zeit an. Im Dunkeln bemerkte ich ein ſchnelleres Keimen, wie im Lichte.| In dem Sauero- ſioffgas ſchoſſen die Pflanzen ſchneller hervor, ſtarben aber “auch ſchneller ab. Sie hatten ein blaſſes Anſehen, dahino gegen die im Licht gewachſenen eine grüne Farbe bes ſaßen.
I< ſchließe meine Abhandlung mit dem lebhaften Wunſche, daß es den Chemikern gefallen mögte, ihre Aufmerkſamkeit mehr auf das lebende Pflanzenreich zu richten. Es bieten ſich dem Beobachter ſo oft ſich wider» ſprechende Erſcheinungen dar, die er zuſammen zu reimen vergebens bemühet iſt, und welche nur durch Verſuche in ein. gehöriges Licht geſtellt werden können. Es iſt manches in der Pflanzenphyſicelogie noch nicht ſo ausge» macht, wie es ſcheint. Die Lehre von der Reſpiration der Pflanzen, überhaupt von den gegenſeitigen Wirkun»
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*) Es enthielt etwas Schwefel aufgelöſt.


