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nicht früher, wie in reinem Stickgas. Erſteres war aus Braunſteinoxyd entwickelt, und leßteres bereitete ich mir, indem ich Lichte, in atmosphäriſcher Luft bis zum Vero löſchen brennen ließ, die Luft dann mit Kalkwaſſer ſchüt» telte, und ſie darauf einige Tage mit einer Auflöſung der“kaliſchen Schwefelleber in Berührung ließ. Der Blattkeim durchbrach die äußere Hülle des Saamens im Stickgas eben ſo ſchnell, wie im Sauerſtoffgas, allein das Warzelfäſerchen kam in erſterm nie zum Vorſchein, auch geſchah keinesweges die gänzliche Entwickelung des Keimes 3 der Blattkeim bekam die Größe von etwa dem G6ten Theile einer Linie„ blieb aber dann in Hinſicht des Wachsthums immer ſtehen. Dagegen ſchoſſen im Sauer»- ſtoffgas das Wurzelfäſerchen und der Blattkeim, nachdem ſie die äußere Schaale durchbrochen hatten, ſchnell her» vor, und wuchſen bald zu einer anſchnlichen Größe. Die Luft im Recipienten führte, nachdem ſie 24 Stunden mit den Saamen und jungen Pflanzen in Berührung geſtanden hatte, immer Kohlenſäure; weswegen ich. ſie alle zwey bis drey Tage mit neuem Sauerſioffgas ver» wechſelte, Das ſchnelle Wachsthum der jungen Pflanzen dauerte indeſſen nicht lange; der zu ſtarke Reis des Sauerſtoffgaſes zerſtört ihre Erregbarkeit, ſie fingen bald, nachdem ſich ihre beyden erſtern Blätter völlig entwickelt und eine grüne Farbe angenommen hatten, an zu kränz keln und ſtarben nach x0 bis 12 Tagen gänz ab.
Die Erſcheinung des Keimens der Saamenkörner in reiner Stickluft widerſpricht ganz den bisher gemach» ten Erfahrungen, nach welchen zum Keimen der Saamen


