Jahrgang 
1 (1809)
Seite
10
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will man dort nachtheilige Wirkungen. davon geſehen ha» ben. Daß das Kochſalz nicht gleichgültig bey der Vege tation ſey, iſt wohl keinen Zweifel unterworfen, nur frägt es ſich, wie es wirkt? Die. Römer beſtreuten die Stelle,'wo eine große Uebelthat begangen war, mit Koch» ſalz, um-ſie unfruchtbar zu machen 3 in Egypten giebt es Gegenden, wo die Erde ganz mit Kochſalz bedeckt iſt, und welche durchaus unfruchtbar ſind; Rafu fand, daß Gerſte in mit Kochſalz geſchwängerte Erde geſäet, nur langſam keimte und kärglich fortwuchs.

Ein mit Kochſalz gemachter Verſuch ſchien mir zu,

Gunſten deſſelben zu entſcheiden.. Es wurde ein mit Gräſern bewachſenes Feld mit Kochſalz überſtreut, und, obgleich der Unterſchied im Wachsthum, den dieſes Feld vor andern. nebenliegenden Feldern zeigte, nicht: ſchr auf» fallend war, ſo konnte man doch die gute Wirkung des Kochſalzes aus demſelben erkennen.

Wahrſcheinlich kommt bey der Anwendung des Koch» ſalzes ſehr viel auf die Quantität an. Eine zu große Menge deſſelben wird ohne Zweiſel-der Vegetation nach» theilig ſeyn, ſo wie ein gehöriges Maaß dieſelbe beför- dern wird. Verſuche, die ich im-nächſten Sommeyxy hier- über anzuſtellen mix vorgenommen habe, follen mich mehr von, dieſem Gegenſtand unterrichten.

Den Salpeter ſieht man allgemein als der Vege»- tation ſehr günſtig. an. Auch hat mir ein Verſuch ge- zeigt, daß'er'das Wachsthum der Pflanzen ſehr. beför»- dere« Ein mit Kreſſenſaamen, und mit etwas Salpeter