Jahrgang 
1 (1809)
Seite
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Umſtände nicht, unter welchen er am vortheilhafteſten an» zuwenden iſt. Oft that er ſehr große Dienſte, die er in andern, ſcheinbar ähnlichen, Fällen ganz verſagte. So viel ſcheint gewiß zu ſeyn, daß er nicht bey allen Ge» wächſen ſich in gleichem Maaße wirkſam zeigt, und daß es insbeſondre die Diadelphiſten ſind, auf die er einen vorzüglich heilſamen Einfluß äußert... Man hat ihn ent- weder der A>kerkrume beygemengt, oder ihn über die bethautän Pflanzen geſtreut, und von leßterer Methode öftere und ſtärkere Wirkung gehabt, wie von der erſtern. Alle Umſtände, die ſich bey der GipHängung zeigen, ſcheinen zu- beweiſen, daß, der Gips hauptſächlich als Reißmittel auf die Pflanzen wirke, daß er die Spaltöff- nung der Blätter und Saugwarzen der Wurzeln in grd» ßere Thätigkeit ſeße,und das Einſaugungs» und Aug» hHauchungsgeſchäft der Gewächſe befördere.=, Das Bren» nen des Gipſes, vor ſeiner Anwendung als Düngung, hat wohl weiter keinen Zweck als die Pulverung deſſelben, die bey dem ungzebrannten Gips ſeiner Zähigkeit wegen, nicht wohl geſchehen kann, zu erleichtern. Es iſt ſehr gut, wenn man den gepulvetten gebrannten Gips, vor ſeiner Anwendung, durch Augsſtellung an- feuchte Luft, ſein Kryſtallwaſſer wieder einſaugen läßt, weil er ſonſt auf den feuchten Blättern, über"die er geſtreut wird, einen Mörtel bilden kann, welcher die Ausdünſtung und Einſaugung gänzlich verhindert.

Uebev den Einfluß des Kochſalzes auf die Vegetation ſind die Meynungen ſehr getheilt: wenn man hier'dem- ſelben eine guts Wirkung auf die Pflanzen zuſchreibt, fo