Jahrgang 
1 (1809)
Seite
8
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2) Bey Heinde im Hildesheimiſchen fließt ein kleiner Bach, welcher aus den- Harzgebirgen kommt. Dieſer führt, außer Sand und kleinen Granitſtücen, et? was Schwefelkies. Wenn ev, austritt, ſo ſind die Wieſen, Über welche ſich ſein Waſſer ergießt, unfruchtbar und geben wenig und ſchlechtes Heu. Man kann hier nichts anderm als dem Schwefelkieſe,. der durch das. Waſſer abgeſekt wird, und welcher- ſich durch Verwitterung in ſchwefelſau- res Eiſen verwandelt, den üblen Einfluß der Ueberſchwem- mung auf die Wieſen zuſchreiben.*)

Das ſchwefelſaure Eiſen wirkt wahrſcheinlich in ſy fern nachtheilig, als es, wenn es durch die Saugwarzen der Würfelfaſern aufgenommen. wird, eine Zuſammenzie- hung der zuführenden Gefäße verurſacht, Vielleicht iſt auch ſeiner<hemiſchen Wirkung auf die Dammerde des- Bodens, ſein übler Effect auf die Vegetation zuzuſchreiben.

Daß der Gips das Wachsthum der Pflanzen ſchr befördere, iſt durch vielfache Verſuche und Erfahrungen, die in dieſer Hinſicht angeſtellt und gemacht ſind, hin- länglich erwieſen. Man iſt nur noch nicht über die Art, wie er wirkt, völlig einig, und kennt auch noch alle die

*) Es giebt indeſſen, wie man weiter unten aus dem An2 hange ſehen wird, Fälle, wo dieſe Schudlichkeit nicht eintritt, ſondern vielmehr Vortheit, wd ſim indeſſen der Grund in Localverhältniſſen auffinden läßt, die auc< in mehrern Fällen Statt gefunden haben mögen, die aber leider bey Anpreiſung dieſes oder jenes Düungungsmittels gewöhnlich außer A<ht gelaſſen werden,