Jahrgang 
2 (1807)
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geſchlagen hat, rührt es gut durch einander, läßt es ein paar mal aufkochen, bis es ganz klax iſt, und gießt es denn durch ein gleiches wollenes Tuch, durch welches noch kein Kohlenſtaub gegoſſen worden. Dieſe klare et- was gelblich ausſchende Flüſſigkeit kocht man bei ſehr ge» lindem Feuer ein, und wenn die mehrſte Feuchtigkeit ver? kocht iſt, dunſtet man ſie nur bei ſietem Umrühren ſo lange ab, bis ein herausgenommener erkalteter Tropfen die Dicke eines guten Syrups hat.

Man erhält dadurch einen bräunlichen etwas nach ge? brandten Zucker ſchmeckenden Syrup, welchen man zu allen Speiſen, zu denen man ſonſt Moscovade nimmt, gebrauchen kann. N

Will man ihm aber auch von dem brenzlichen Ge» ſchinac> befreiet haben, muß man den mit Eiweiß geklär» ten Honig in einen Keſſel abrauchen, welchen man in ei- nen andern Keſſel ſeßt, worin ſo viel Waſſer befindlich' iſt, daß es über den Boden des innern Keſſels ſtehet, und dieſes Waſſer über dem Feuer nicht kochen laſſen, ſondern nur immer ſcharf heiß erhalten.

Hiezu iſt ein Keſſel mit einem flachen Boden am beſten zu gebrauchen, in wel<em man nur immer wenig auf einmal des Honigs gießet, und es beſtändig umrühren läßt. Man erhält dann einen Syrup, welcher gelblich von Farbe, völlig von allen unangenehmen Geruch und Geſchma> iſt, ünd zu denen Speiſen, zu welchen man ſonſt feinen Zuer nimmt, gebraucht werden kann.

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