440 des Honigsſyrups hiedurch mit, wie er mir immer am Beſten gelungen iſi.
Man nehme z. B. vier Pfund guten reinen gelben körnigen Honig, löſe ihn in einem Keſſel bei gelindem Feuer in zwei Berliner Quart Waſſer auf.
Nun ſtoße man in einem Mörſel nach und nach+ Pfund aufs neue gut ausgeglühete, und wieder erkaltete Kohlen von Fichtenholz, mit ſo vielen Waſſer angefeuch» tet, daß ſie nicht ſtauben, und reibe ſis mit der Mörſel- keule ziemlich. fein. Dieſe ſpület man nun mit zwei Quatt Waſſer zu den aufgelöſten Honig, und läßt dieſe Miſchung auf dem Feuer ſo lange kochen, bis der Honiggeruch ver» ſchwunden iſt, welches in 4 oder X Stunde zu geſchehen pflegt.
Daß man im Ganzen zu einem Pfunde Honig, ein Quart Waſſer verbraucht, iſt durchaus nöthig, weil ſonſt mehr Kohle, auch vielmehr Zeit dazu erfordert wird, ehe der Geruch verſchwindet.
Der aufgelöſte und ſeines Geruchs beraubte Honig, wird>nun auf ein auesgeſpanntes dickes wollenes Tuch Gier Moltom genannt) gegoſſen, das zuerſt Durchgelaufene, welches noch viel Kohlenſtaub enthält, gießt man ſo lange wieder auf das Tuch, bis es ziemlich klar durchläuft, und gießt nachher ſo oft friſches Waſſer auf das Kohlenpulver, immer wenig auf einmal, bis das Durchlaufende beinahe geſchmacklos iſt.
Alles Dyrchgelaufene miſcht man kalt mit dem Wei- ßen von einem. Ei, welches man mit etwas Waſſer eben


