TL. Unterſuchung des grünen Krautes.
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Das zur Unterſuchung genommene Kraut befand ſich in
der beſten Periode des Wachsthums; die Blüthen hatten
ſich älle entwickelt und aus einigen derſelben ſchon junge
Schoten gebildet 3; es wurde von dieſen gänzlich befreyet.
T6 Loth derſelben hinterließen, nachdem ſie in gelinder
Wärme ausgetrocknet waren, nur 3 Loth 2. Quentchen. Das Erbſenkraut enthält alſo 83 p-. c. Feuchtigkeit.
(.A2s;
, Dieſelbe Menge grünen Krauts wurde in einem Möre
ſer geſtampft, die; Maſſe: mit Waſſer, angerührt, ausge-
preßt und ſo oft mit neuem Waſſer ausgewaſchen, bis die-
ſes endlich ungetrübt ablief... Das Zurücgebliebene war
Pflanzenfaſer, von einer grünlich? weißen Farbe. Sie wog trotfen 6 Quentchen 40 Gran.
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Die ausgepreßte Flüſſigkeit hatte eine grüne/ ins Weiße ſchielende Farbe;-ſie ſeßte nach einigen Stunden ein grüne: lich- weißes Pulver ab. Nachdem der grüne Saft davon abgegoſſen, und das Pulver einigemal mit Waſſer ausge» waſchen worden, hatte es noch eine in das Grüne fallende Farbe behalten und wog getrocknet 53 Gran. Es war völ- lig geſchmack- und geruchlos; in kalten Waſſer, in Aether und Alcohol nicht auflsöslich; nur erhielten leßtere davon eine grünliche Farbe. In kochendem Waſſer löſte es ſich aber gänzlich auf und gab einen durchſichtigen Kleiſter, in wel
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