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keinen inehlärtigen Brey. Das kalte Waſſer, ſo wie das kochende, nahmen wenig davon auf; durch lekteves erhielt es keine kleiſterartige Beſchaffenheit,
Das mit kaltem Waſſer bereitete Infuſum des ſchwarzen Pulvers, ſo wie die Abkochung deſſelben rö“ theten nach einigen Minuten das Lacmuspapier.“ Bey ihrer Verdunſtung ſonderten ſich wenige ſchwarze Flocken ab. Sie hinterließen eine unbedeutende Menge eines ſchwarzen Extracts von ſäuerlichem Geſchma>. Die Auflöſung deſſelben in wenigem Waſſer rangirte auf Lac- muspapier ſtark. Sie wurde durch Kalkwaſſer und ſal: peterſaures Bley ſehr ſtark getrübt 3 durch ſchwefelſaures - Silber entſtand nur eine geringe Trübung. Kohlenſaure Alcalien, reines Ammonium und kleeſaures Kali verän?
derten dieſelbe gar nicht.
Durch weitere Verſuche überzeugte ich mich, daß der, durch Kalkwaſſer bewirkte, Niederſchlag phosphorſaurer Kalk ſey.)
Das mehreremale mit Waſſer ausgeko<hte Pulver hatte die Eigenſchaft, das Lacmuspapier ſtark zu röthen, nicht verlohren. Ich vermuthete im Anfange, daß die Phosphorſäure vielleicht im Ueberſchüſſe an Kalkgebünden demſelben beygemiſcht ſey. Allein ſhon der Umſtand, daß ſich in der wäßrigen Abkochung des Pulvers keine Kalkerde fand, brachte mich, ſo wie folgender Verſuch von meiner Meynung zurück./ Ich digerirte einen Theil des ſc<warzen Pulvers mit ſchwacher Salpeterſäure.


